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Dai Yokai

Masken nach japanischer Folklore

Dai Yokai Journal

Maneki-neko: Bedeutung der japanischen Winkekatze

Was bedeutet Maneki-neko? Erhobene Pfoten, Farben und die Geschichten von Gōtoku-ji und Imado helfen, Japans Winkekatze und ihre Gestaltung zu verstehen.

Von Jérémy 4 Min. Lesezeit
Veröffentlicht am

Maneki-neko ist die japanische Katze mit erhobener Pfote, die das Glück hereinwinkt. Man begegnet ihr in Geschäften, Wohnungen und manchen religiösen Einrichtungen. Ihre Geste bedeutet eher „Komm her“ als einen Abschiedsgruß. Die Figur wird vor allem mit Gastfreundschaft, Begegnungen und geschäftlichem Wohlergehen verbunden.

Zu ihrer Herkunft gibt es mehrere Geschichten. Auch die Deutung von Farben und Attributen ist nicht überall gleich. Wer eine Figur verstehen möchte, sollte ihren Zusammenhang und ihre Herkunft aus einer bestimmten Werkstatt betrachten, statt eine allgemeine Liste von Glücksversprechen anzuwenden.

Wofür steht die japanische Glückskatze?

Maneki-neko wird gewöhnlich als „winkende Katze“ übersetzt. Die angehobene, nach vorn gekrümmte Pfote macht eine einladende Bewegung. Web Japan beschreibt sie als Glücksornament, das unter anderem in Restaurants steht und auch ein beliebtes Mitbringsel aus Japan geworden ist.

Mit der Figur wird ein Wunsch ausgedrückt: Menschen willkommen heißen, günstige Gelegenheiten anziehen oder ein Geschäft begleiten. Das sind kulturelle Zuschreibungen, keine messbaren Eigenschaften eines Gegenstands. Darin unterscheidet sich die Winkekatze vom Daruma als Zeichen für Ausdauer und ein gesetztes Ziel.

Reihen weißer Maneki-neko mit erhobener Pfote unter kleinen Holzüberdachungen im Tempel Gōtoku-ji.
Im Tempel Gōtoku-ji aufgestellte Maneki-neko. Dokumentarisches Foto ohne Bezug zu einem Dai-Yokai-Produkt. Maneki-neko in Gōtoku-ji, Foto von LeLaisserPasserA38, 2023, Wikimedia Commons, CC0 1.0. Quelle, CC0 1.0.

Woher kommt Maneki-neko? Mehrere Geschichten bestehen nebeneinander

Der Tempel Gōtoku-ji in Tokio erzählt von einer Katze, die den Fürsten Ii Naotaka vor einem Gewitter auf das Tempelgelände gelockt haben soll. Mit dieser glücklichen Begegnung verbindet der Tempel seine Maneki-neko-Tradition. Seine Katze hebt die rechte Pfote und hält keine Münze. Nach der Erklärung des Tempels eröffnet sie Möglichkeiten für Begegnungen, die jeder Mensch selbst nutzen muss.

Auch andere Orte werden mit dem Ursprung der Winkekatze verbunden. Tokios offizieller Reiseführer stellt den Imado-Schrein in Asakusa vor, an dem die Katze besonders mit Wünschen nach einer Partnerschaft in Verbindung steht. Aus diesen örtlichen Überlieferungen sollte keine einzige, sicher belegte Erfindungsgeschichte gemacht werden.

Rechte Pfote, linke Pfote und Farben richtig einordnen

Eine verbreitete Deutung verbindet die rechte Pfote mit Geld und die linke mit Menschen oder Kundschaft. Web Japan erläutert diese Unterscheidung. Das Beispiel von Gōtoku-ji zeigt jedoch, dass ein Tempel derselben rechten Pfote eine andere Bedeutung geben kann. Die konkrete Tradition der Figur ist daher wichtiger als eine einzelne Faustregel.

Neben weißen, dreifarbigen, schwarzen und goldenen Katzen gibt es viele neuere Farbgestaltungen. Manche Hersteller ordnen jedem Farbton einen bestimmten Wunsch zu. Wenn dir diese Bedeutung wichtig ist, lies ihre Erklärung. Eine Dekorationsfigur darf aber auch einfach wegen ihrer Farben in einen Raum passen, ohne dass jede moderne Variante als alte Tradition gelten muss.

Tokoname: die Winkekatze als keramische Arbeit

Tokoname in der Präfektur Aichi ist ein wichtiges Zentrum der Maneki-neko-Herstellung. Die offizielle Tourismusseite beschreibt Figuren mit großen Ohren, großen Augen und einem rundlichen Körper. Entlang der örtlichen Glückskatzenstraße zeigt die Stadt außerdem zeitgenössische Arbeiten von Künstlern mit Bezug zu Tokoname.

Dieser Zusammenhang erinnert daran, dass eine Winkekatze auch ein gefertigter Gegenstand ist. Form, Material, Gesichtsausdruck und Bemalung unterscheiden sich je nach Werkstatt. Zwei Katzen mit demselben Namen können ganz unterschiedlich wirken. Eine klare Vorderansicht und ein seitliches Foto sagen oft mehr über ein Stück aus als ein ausführliches Versprechen von Glück.

Eine Figur für Schreibtisch oder Ladentheke auswählen

Miss zuerst den verfügbaren Platz aus. Neben Höhe und Breite ist besonders die Tiefe der Stellfläche wichtig. Eine Figur neben der Kasse, dem Computer oder einem häufig genutzten Durchgang braucht einen sicheren Stand und Platz zum Abstauben. Material und Pflege sollten auf der Produktseite des tatsächlichen Stücks erklärt sein.

Bei einem Geschenk kann die Botschaft schlicht bleiben: einen guten Anfang, hilfreiche Begegnungen oder eine positive Geschäftsentwicklung wünschen. Wenn du eine andere Figur und ihre eigenen Geschichten kennenlernen möchtest, bietet der Tanuki-Ratgeber einen Vergleich.

Neue Figuren aus der Dai-Yokai-Werkstatt

Neue japanische Figuren kommen demnächst zu Dai Yokai. Welche Modelle es sein werden und wann sie erhältlich sind, wird bei ihrer Vorstellung bekannt gegeben.

In der Kollektion japanischer Statuen und Figuren findest du die aktuell angebotenen Arbeiten mit ihren jeweiligen Formaten und Angaben.

Quellen