Hotei ist der japanische Name für Budai, die rundbäuchige Gestalt mit rasiertem Kopf und großem Stoffbeutel, die oft als lachender Buddha bezeichnet wird. Er steht für Zufriedenheit und Großzügigkeit und gehört in Japan zu den Shichifukujin, den Sieben Glücksgöttern.
Er stellt nicht Shakyamuni, den historischen Buddha, dar. Diese Unterscheidung hilft dabei, seine Erscheinung zu verstehen und buddhistische Figuren nicht alle unter demselben Namen zusammenzufassen.
Budai und Hotei: zwei Namen für dieselbe Gestalt
Das Metropolitan Museum of Art erklärt Hotei als japanischen Namen von Budai, einem halb historischen, halb legendarischen chinesischen Mönch, der mit dem 9. und 10. Jahrhundert verbunden wird. In Erzählungen und Bildern zieht er mit einem Beutel umher, in dem sich seine wenigen Habseligkeiten befinden. Sein fröhliches Auftreten und sein unkonventionelles Verhalten machten ihn zu einem beliebten Motiv der Zen-Malerei.
Die buddhistische Überlieferung brachte ihn mit Maitreya in Verbindung, dem Buddha der Zukunft, der in Japan Miroku heißt. Diese religiöse Verbindung ist von der Identität des historischen Buddha zu unterscheiden. Budai und Hotei bezeichnen hier dieselbe Gestalt mit dem Stoffbeutel, je nach chinesischem oder japanischem Zusammenhang.

Warum heißt er lachender Buddha?
Die geläufige Bezeichnung greift typische Merkmale auf: den rasierten Kopf, den unbedeckten Bauch, ein weites Gewand und ein lächelndes oder lachendes Gesicht. Die National Gallery of Victoria beschreibt eine arme, aber zufriedene Gestalt, die mit Großzügigkeit, Weisheit und Güte verbunden wird und manchmal von Kindern umgeben ist.
Der historische Buddha, Siddhartha, bekannt als Shakyamuni, gehört zu einer anderen Geschichte und Überlieferung. Lachender Buddha ist deshalb ein hilfreicher Alltagsname für Budai oder Hotei, aber keine genaue Bezeichnung für jede religiöse Skulptur aus Asien.
Beutel, Bauch und Lächeln als Bildmerkmale
Der Stoffbeutel ist sein auffälligstes Attribut. Je nach Darstellung trägt Hotei ihn, lehnt sich daran oder ruht daneben. Der gerundete Körper und das offene Gewand unterscheiden ihn von vielen förmlicher wirkenden religiösen Gestalten. Er kann außerdem einen Fächer halten oder zusammen mit Kindern erscheinen.
Ausdruck und Tätigkeit bleiben dabei nicht immer gleich. Ein Shinno Noami zugeschriebenes Bild im Met zeigt Hotei, wie er auf den Mond deutet. Diese Geste gehört zur Bildsprache der Zen-Malerei. Wer jede Darstellung als Geldversprechen versteht, übersieht einen großen Teil dieser Vielfalt.
Hotei unter den Sieben Glücksgöttern
Zu den Shichifukujin zählen gewöhnlich Ebisu, Daikokuten, Bishamonten, Benzaiten, Fukurokuju, Jurōjin und Hotei. Die JNTO stellt die Gruppe anhand örtlicher Feste und Traditionen vor. Ihre Mitglieder haben unterschiedliche Ursprünge und Attribute, sie sind keine austauschbaren Figuren.
Hotei kann allein oder mit den anderen sechs erscheinen. Achte beim Bestimmen einer Figur auf mehrere Merkmale zugleich: Beutel, Kopf, Kleidung, Gegenstände in den Händen und Begleitfiguren. Ein Beutel allein reicht nicht aus, weil auch andere Gestalten einen tragen können.
Eine Figur verstehen, bevor man sie auswählt
Eine alte Skulptur, ein Reiseandenken und eine zeitgenössische Arbeit können eine ähnliche Silhouette haben und trotzdem Verschiedenes ausdrücken. Lies die Bezeichnung des Herstellers oder Künstlers und prüfe Material und Herkunft. Eine goldfarbene Oberfläche beweist nicht, dass ein Stück aus Metall besteht. Eine symbolische Deutung ersetzt keine Beschreibung der Herstellung.
Für ein dekoratives Stück lohnt es sich, den vorgesehenen Platz auszumessen und das Gesicht genauer anzusehen. Ausdruck, Haltung und Größe des Beutels verändern die Wirkung einer Figur im Regal. Maße und Pflegehinweise müssen sich auf das konkrete Stück beziehen; aus der Abbildung eines historischen Kunstwerks lassen sie sich nicht ableiten.
Die Arbeiten von Dai Yokai
Das hier abgebildete Gemälde dient dazu, Hoteis Bildmerkmale zu verstehen. Es zeigt keine von Dai Yokai hergestellte Figur. Die Kollektion enthält die aktuell angebotenen Arbeiten mit ihren eigenen Fotos und Angaben.
Japanische Figuren von Dai Yokai ansehen.
Quellen
- Metropolitan Museum of Art, Hotei von Ogata Kōrin, Budai, Zen-Malerei und die Sieben Glücksgötter.
- Metropolitan Museum of Art, Hōtei Pointing to the Moon, eine weitere malerische Darstellung.
- National Gallery of Victoria, Buddha’s Smile, Budai-Beschriftung, Bildmerkmale und Bedeutungen.
- Metropolitan Museum of Art, Life of the Buddha, zur Identität des historischen Buddha.
- JNTO, Shichifukujin Festival, Zusammensetzung der Sieben Glücksgötter.
